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Generalisierten Myoklonien

 

Im Video des Monats März sieht man einen Patienten mit generalisierten Myoklonien. Die Myoklonien bestehen aus plötzlichen Bewegungen, wie Sakkaden oder groben, arrhythmischen Muskelkontraktionen. Sie betreffen vorwiegend das Gesicht oder die proximale Muskulatur.

Beim Erwachsenen, speziell beim älteren Patienten, können die generalisierten Myoklonien sekundär bei akuten, metabolischen Störungen auftreten, zum Beispiel assoziiert mit septischen Krankheitsbildern, hepatischer Enzephalopathie, Urämie, Elektrolytstörungen (Hyper- oder Hyponatriämie, Hyper- oder Hypokalzämie,

Hypomagnesiämie, Hypophosphatämie), Hypoglykämie, Wernicke-Enzephalopathie, generalisierte cerebrale Ischämie und nach Lebertransplantation. Sie müssen unterschieden werden von den wirklichen epilpetischen Myoklonien und dem Status myoclonicus, wofür man auf ein EEG zurückgreifen muss.

Im präsentierten Fall war die Ursache eine metabolische Störung bei Niereninsuffizienz, Sepsis und respiratorischer Insuffizienz, deren Ausgang letal war.

Juan Ignacio Pérez Calvo
Servicio de Medicina Interna
Hospital Clínico Universitario "Lozano Blesa"
Zaragoza

 

 


 
 
Ultima actualización 2 marzo 2008