| 62jähriger Patient ohne bekannte Medikamentenallergien mit einer Vorgeschichte von Oligophrenie, Porenzephalie und Schizophrenie unter Therapie. Entsprechend berichtete ein Angehöriger und eine alte Wärterin aus dem Zentrum, in dem er wohnt, er habe die Angewohnheit, alle Arten von Fremdkörpern zu schlucken, was schon zuvor Probleme verursacht habe
Der Patient kam in die Notaufnahme unseres Krankenhauses und zeigte einen Bauchschmerz und Fieber von 38°C. Bei der Untersuchung des Abdomens zeigte sich ein Schmerz in der Mitte des Abdomens, zudem war eine Raumforderung tastbar.
Initial bestanden keine Zeichen einer peritonealen Reizung. Zuerst wurde das Krankheitsbild objektiv als intestinaler Subileus mit intestinalen Fremdkörpern (strahlenundurchlässig) gedeutet, die vermutlich die Ursache darstellen.
Epikrise:
Während des Aufenthaltes des Patienten in der Abteilung für Innere Medizin wurde ein CT-Abdomen durchgeführt, in dem sich eine heterogene, entzündliche Raumforderung in der linken Fossa iliaca zeigte, die das Sigma betraf und die Behinderung von Schlingen des proximalen Dünndarms durch ein strahlenundurchlässiges Material (Fremdkörper).
Es wurde eine Koloskopie durchgeführt, die wegen schlechter Vorbereitung nur bis zum Sigma aussagekräftig war und in der ein Fremdkörper im hohen Rectum gefunden wurde (metallische Unterlegscheibe). Die weitere Entwicklung des Patienten war initial zufriedenstellend mit guter oraler Nahrungstoleranz und mit erhaltener intestinaler Passage.
Einige Tage später verschlechterte sich der Patient klinisch mit Anzeichen von Fieber und Zeichen einer peritonealen Reizung, weshalb man sich zu einer notfallmäßigen chirurgischen Intervention entschloss. Während der Operation fand sich eine Perforation des jejuno-ilealen Übergangs durch Fremdkörper (Zigarettenstummel, Handschuhe und metallische Objekte).Es wurde eine intestinale Resektion von ca. 40cm mit End-zu-End-Anastomose des Dünndarms vorgenommen.
Der weitere postoperative Verlauf gestaltete sich ohne Zwischenfälle und mit guter oraler Toleranz, erhaltener Darmpassage und normalem Tastbefund des Abdomens, was ja der Aufnahmegrund gewesen war.
Chirurgische Prozedur:
Intestinale Teilresektion und Extraktion von Fremdkörpern
Hauptdiagnose:
Intestinale Perforation durch Fremdkörper
Lösung der Bildprobleme
Im ersten Bild erscheint ein rundes Objekt mit metallischer Dichte, das mit einem metallischem Knopf korrespondierte, der sich röntgendicht im unteren rechten Teil des Bildes darstellt, nahe einer Unterlegscheibe ähnlich der, wie sie in der Koloskopie gefunden wurde. Im zweiten Bild entsprechen die Verdichtungen, die unter der Nummer 1 zu finden sind, Zigarettenstummeln, die in dem Bild der intestinalen Resektion durch die Gallensalze sehr stark gefärbt erscheinen. Das Bild der Zwiebelschalen ist mehr oder weniger einer der fünf Latexhandschuhe, die sich umgestülpt haben.
Bild 3: Intraluminale Fremdkörper, die durch die Resektion des Jejunum/Ileum gewonnen wurden.
Sicherlich hat der Patient zu keinem Zeitpunkt dieser Entwicklung seinen Apetit verloren...
Autoren:
Juan Ignacio Pérez Calvo
Tomás Castiella Muruzábal
Pablo Castillo Cardiel
SERVICIOS
Medicina Interna
Anatomía Patológica
Cirugía General y de Aparato Digestivo
Hospital Clínico Universitario “Lozano Blesa”
Zaragoza
Übersetzung: Sandra Diefenbach
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