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Kavernöser Lungeninfarkt [April 2007]
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INFORMATIONEN

Der kavernöse Lungeninfarkt ist eine seltene Komplikation (10%) bei Patienten mit Lungenembolie (LE). Er tritt häufiger bei Patienten mit kardiopulmonaler Vorerkrankungen auf. Morphologisch handelt es sich typischerweise um einen hämorrhagischen Infarkt mit einer Koagulationsnekrose  des parenchymalen umgebenden Gewebes, die typischerweise mit minimaler Fibrosierung heilt. Die Verflüssigung ist am häufigsten bei Patienten mit septischer Thromboembolie.

Die Kaverne zeigt sich meistens dann, wenn der Infarkt mehr als 4 cm Durchmesser hat. Die Kaverne tritt hauptsächlich in den medialen und oberen Anteilen der Lunge auf und  zeigen nur in ungefähr 20% der Fälle eine Beteiligung der Unterlappen. Sie ist wahrscheinlich auf eine Superinfektion des nekrotischen Gewebes zurückzuführen.

Der kavernöse Lungeninfarkt ist eine seltene Ursache des Pneumothorax.

Bilder

Fall 1: 82jährige Frau mit hypertensiver Kardiomyopathie und Lungenembolie. Bild 1: Röntgen-Thorax mit einer kavernösen Masse im linken Unterlappen (Pfeil). Im zweiten Bild ist die weitere Entwicklung unter antibiotischer und antikoagulatorischer Therapie zu sehen. Die morphologische Rückbildung ist komplett, die funktionelle Einschränkung persistiert, es kam weiter zu Dyspnoe bei geringen Belastungen.  

Fall 2: 76jähriger Patient mit mehrfachen Krankenausaufenthalten wegen hämorrhagischer Expektorationen. Im ersten Bild erscheint eine schlecht definierte Verdichtung im rechten Oberlappen. Im zweiten Bild sieht man einen Teil des CT,  in dem das Aussehen der Verdichtung mit der zentralen Verflüssigung dargestellt ist. Zudem sieht man das Gerinnsel, das den Infarkt verursacht hat, mi Inneren der Pulmonalarterie (Pfeil). Die Entwicklung unter Therapie mit Anitbiotika und Heparin war gut.

Bibliographie:

Vaideeswar P. Cavitary pulmonary infarction--a rare cause of spontaneous pneumothorax. J Postgrad Med 1998;44:99-100

Libby LS, King TE, LaForce FM, Schwarz MI.  Pulmonary cavitation following pulmonary infarction. Medicine (Baltimore). 1985 Sep;64(5):342-8

Autoren:

Juan I Pérez Calvo

Servicio de Medicina Interna
Hospital Clínico Universitario
Zaragoza

 

Übersetzer::  Sandra Diefenbach

 

 

 
 
Ultima actualización 2 abril 2007