| Die Asterixis
oder Flapping Tremor ist eine motorische Störung,
die durch einen grobschlägigen Tremor gekennzeichnet
ist, wie ein Flattern, das durch sukzessive Erschütterungen
der Extremitäten entsteht. Es ist speziell
an den oberen Extremitäten sichtbar, und
vor allem an den Händen.
Die beste Form der Untersuchung ist, den Patienten
(wenn er bei Bewusstsein und kooperativ ist)
zu bitten, die Hände zu überstrecken,
während die Arme ebenfalls ausgestreckt
sind und die Finger zu spreizen.
Bei geschlossenen Augen lassen sich die Erschütterungen
beobachten. Diese entstehen durch den Wegfall
des Extensoren-Muskeltonus, gefolgt von einer
abrupten Wiederherstellung des Tonus.
Das heißt, die Flexions-Bewegung der Hände
entsteht durch den Verlust des Muskeltonus und
die Erschütterung bei der Extension durch
die plötzliche Wiederherstellung. Wenn der
Patient nicht mitarbeitet, kann durch passives Überdehnen
der Hand des Patienten ohne loszulassen die klonischen
Zuckungen bemerken.
Die Asterixis wurde zuerst für die hepatische
Enzephalopathie beschrieben, ist jedoch ein Zeichen
der diffusen Affektion des cerebralen Cortex
und daher auch häufig bei der hyperkapnischen
Enzephalopathie, der urämischen Enzephalopathie,
akuten Intoxikationen, Delirium, Verwirrungszuständen,
etc.
Die Asterixis ist bilateral. Wenn sie einseitig
auftritt, muss man die Existenz struktureller Läsionen
als Ursache vermuten.
Autor:
Juan Ignacio Pérez Calvo
Servicio de Medicina Interna
Hospital Clínico Universitario "Lozano Blesa"
Zaragoza
Übersetzung:
Sandra Diefenbach |