| 1. Vorhofflimmern
mit hoher Kammerfrequenz, die durch einen DDD
Schrittmacher fortgeleitet wurde. Wir sehen,
dass allen ventrikulären Komplexe eine kleine
Zacke (Stimulation durch den Schrittmacher) vorangeht.
Die ventrikuläre Stimulation ist ungleichmäßig,
da eine chaotische Vorhofaktivität (das
Vorhofflimmern) detektiert wird (Bild 1).
2. Vorhofflimmern, AV Block und VVI-Schrittmacher.
Der Schrittmacher ist auf eine Stimulationsfrequenz
von 75 Schlägen pro Minute programmiert.
Die Vorhofaktivität wird nicht durch den
Schrittmacher wahrgenommen und wird dementsprechend
auch nicht dadurch in der Stimulationsfrequenz
beeinflusst (Bild 2).
Schrittmacher mit einem Vorhofsensor (DDD und
andere) detektieren die elektrische Aktivität
im Vorhof. Wenn dort die Frequenz beschleunigt
ist, reagieren die Schrittmacher darauf mit einer
Ventrikelaktivierung, weil dies bei körperlicher
Arbeit physiologisch ist. Bei Patienten mit hochfrequentem
Vorhofflimmern sollte man solche Schrittmacher
nicht implantieren, da dadurch der Ventrikel
mit einer inadäquat hohen Frequenz stimuliert
wird und dadurch eine Herzinsuffizienz oder eine
kardiale Ischämie ausgelöst werden
könnten. Wenn ein Patient mit einem DDD-Schrittmacher
ein Vorhofflimmern entwickelt, könnte sich
daraus eine unangemessene Steigerung der Ventrikelfrequenz
ergeben (Bild 1). Wenn den ventrikulären
Komplexen eine Zacke vorangeht, liegt dies daran,
dass sie durch den Schrittmacher stimuliert und
nicht vom AV-Knoten weitergeleitet sind. In diesem
Fall ist es nicht effektiv, die Frequenz mit
Betablockern, Digoxin oder Diltiazem kontrollieren
zu wollen. Die elektrische oder pharmakologische
Kardioversion kann funktionieren. Die Schrittmacher
können auch von außen (ohne die Haut
zu eröffnen) neu programmiert werden. Wenn
ein Patient mit im Vorhof detektierendem Schrittmacher
ein Vorhofflimmern entwickelt, kann der Schrittmacher
zu einem VVI System umprogrammiert werden, wodurch
sich die Frequenz normalisiert, wenn die Tachykardie
aufgrund des Schrittmacher entstanden ist (Bild
2).
Wenn man einen Magneten zur Umprogrammierung
zur Verfügung hat (häufig gibt es solche
in den Notaufnahmen und auf den Intensivstationen),
kann man ihn über dem Generator plazieren.
Solange dieser Magnet darauf plaziert ist, funktioniert
die Vorhofdetektion nicht und die Herzfrequenz
stabilisiert sich (Bild 2).
Autoren:
José Luis Morales Rull
Servicio Medicina Interna - Hospital Clínico Universitario - Zaragoza
Amalio Carmona Aymat
Servicio de Cardiología - Hospital Clínico Universitario - Zaragoza
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