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Vorhofflimmern [april 2006]


INFORMATIONEN

1. Vorhofflimmern mit hoher Kammerfrequenz, die durch einen DDD Schrittmacher fortgeleitet wurde. Wir sehen, dass allen ventrikulären Komplexe eine kleine Zacke (Stimulation durch den Schrittmacher) vorangeht. Die ventrikuläre Stimulation ist ungleichmäßig, da eine chaotische Vorhofaktivität (das Vorhofflimmern) detektiert wird (Bild 1).

2. Vorhofflimmern, AV Block und VVI-Schrittmacher.

Der Schrittmacher ist auf eine Stimulationsfrequenz von 75 Schlägen pro Minute programmiert. Die Vorhofaktivität wird nicht durch den Schrittmacher wahrgenommen und wird dementsprechend auch nicht dadurch in der Stimulationsfrequenz beeinflusst (Bild 2).

Schrittmacher mit einem Vorhofsensor (DDD und andere) detektieren die elektrische Aktivität im Vorhof. Wenn dort die Frequenz beschleunigt ist, reagieren die Schrittmacher darauf mit einer Ventrikelaktivierung, weil dies bei körperlicher Arbeit physiologisch ist. Bei Patienten mit hochfrequentem Vorhofflimmern sollte man solche Schrittmacher nicht implantieren, da dadurch der Ventrikel mit einer inadäquat hohen Frequenz stimuliert wird und dadurch eine Herzinsuffizienz oder eine kardiale Ischämie ausgelöst werden könnten. Wenn ein Patient mit einem DDD-Schrittmacher ein Vorhofflimmern entwickelt, könnte sich daraus eine unangemessene Steigerung der Ventrikelfrequenz ergeben (Bild 1). Wenn den ventrikulären Komplexen eine Zacke vorangeht, liegt dies daran, dass sie durch den Schrittmacher stimuliert und nicht vom AV-Knoten weitergeleitet sind. In diesem Fall ist es nicht effektiv, die Frequenz mit Betablockern, Digoxin oder Diltiazem kontrollieren zu wollen. Die elektrische oder pharmakologische Kardioversion kann funktionieren. Die Schrittmacher können auch von außen (ohne die Haut zu eröffnen) neu programmiert werden. Wenn ein Patient mit im Vorhof detektierendem Schrittmacher ein Vorhofflimmern entwickelt, kann der Schrittmacher zu einem VVI System umprogrammiert werden, wodurch sich die Frequenz normalisiert, wenn die Tachykardie aufgrund des Schrittmacher entstanden ist (Bild 2).

Wenn man einen Magneten zur Umprogrammierung zur Verfügung hat (häufig gibt es solche in den Notaufnahmen und auf den Intensivstationen), kann man ihn über dem Generator plazieren. Solange dieser Magnet darauf plaziert ist, funktioniert die Vorhofdetektion nicht und die Herzfrequenz stabilisiert sich (Bild 2).

Autoren:

José Luis Morales Rull
Servicio Medicina Interna - Hospital Clínico Universitario - Zaragoza

Amalio Carmona Aymat
Servicio de Cardiología - Hospital Clínico Universitario - Zaragoza


 

 

 
 
Ultima actualización 23 mayo 2006